Paris im Mai

Der Austausch mit dem CFA Stephenson ist eine feine Sache. Wir erleben die Schule und Paris im Wonnemonat Mai, die Sonne strahlt, und die Menschen sind gut gelaunt. Unsere Kollegen vom Centre de Formation des Apprentis in der Rue Stephenson sind trotz großer Arbeitsbelastung so herzlich, dass wir am liebsten länger bleiben würden.

Es sieht hier gar nicht aus wie in einer Schule, eher wie in einem großen Büro, kommentieren die staunenden Schülerinnen und Schüler des Karl-Schiller-Berufskollegs. Und tatsächlich macht unsere Partnerschule in Paris den Eindruck einer Stätte, an der alle Anwesenden sehr zielorientiert arbeiten. Vielleicht liegt dies an der guten digitalen Ausstattung und Vernetzung der Schule. Vielleicht ist aber auch die Tatsache, dass sich alle Schülerinnen und Schüler des CFA in einer dualen Ausbildung befinden, der Grund für die konzentrierte Betriebsamkeit. Die Prüfungen stehen bevor, es bleibt nur eingeschränkt Zeit für den Kontakt mit den deutschen Partnern.

Doch eine Frage brennt den französischen Auszubildenden kurz vor Stundenschluss noch auf den Nägeln. Sprechen die Deutschen Englisch so gut wie ihre Muttersprache? Die Antwort lautet klipp und klar: Englisch ist in der Schule schwer (Da muss man nämlich u.a. Geschäftsbriefe schreiben.), doch im Alltag durchaus machbar. Und schon sind wir in einer interessanten Diskussion zu der Frage, wie Sprachen besser in den Schulalltag integriert werden könnten.

Wir essen zusammen in der Schulkantine zu Mittag, wobei es an weiteren Diskussionsthemen nicht mangelt. Wie schön, wenn Begegnung so einfach ist.

Da wir das MIJE (Les Maisons Internationles de la Jeunesse et des Etudiants) nur für eine Nacht buchen konnten, haben wir uns in der ersten Nacht im St Christopher’s Inn in der Nähe der Gare du Nord einquartiert. Es handelt sich um ein Jugendhotel mit internationalem Flair. Die Betten sind gut, das Frühstück einmalig, die Mitarbeiter sprechen alle mehrere Sprachen. Doch wie haben sich die Französischlehrerinnen gefreut, als alle Schülerinnen und Schüler das altehrwürdige Haus des MIJE in der rue de Fourcy (Marais) als so sehr viel schöner lobten. In Paris will man eben den französischen Charme spüren.

Wir finden, dass die Begegnung mit den französischen Partnern intensiviert werden sollte. Daher planen wir, im kommenden Jahr ein paar mehr Tage in Paris zu verbringen. Es gibt auch durchaus noch anderes zu besichtigen als das Musée de l’Histoire de l’Immigration an der Porte Dorée, dessen Gebäude und Ausstellung wir mit Begeisterung gesehen haben.

Impressionen aus Paris im Mai 2017